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Ein viertägiges Wochenende in Edinburgh. Zehn Personen in einem Haus mit 2 Stockwerken und einem kleinen Garten. Very scottisch. Warum das Ganze?

Makers Bible ist nicht nur eine Reihe von Büchern über Qualität, Leidenschaft und Handwerk, sondern auch eine Haltung. Von uns erdacht und gemacht. Das ist Melville Brand Design. Eine Design- und Markenberatung aus München in Deutschland. Die Idee zum Trip in die Hauptstadt Schottlands entstand anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums. So haben wir uns und unsere Mitarbeiter mit diesem Ausflug an die Ostküste belohnt. Eigentlich hätten wir unserem Namensgeber, Herman Melville, zu Ehren nach Neuengland fahren wollen, an den Ort seines berühmtesten Buches – Moby Dick. Die Ostküste Schottlands ist aber mindestens genauso herrlich und rau.

Mit der Makers Bible im Kopf und motiviert durch den fantastischen Teamgeist haben wir uns zu Fuß, per Bahn und Doppeldeckerbus auf die Suche nach passionierten Marken und Machern gemacht. Folgen Sie unserer Fährte: Wenn Sie drei Tage Zeit haben und das Wetter passt, empfehlen wir unbedingt einen Tagesausflug nach Pitlochry. Von dort aus machen Sie einen Spaziergang in die Highlands zur nahe gelegenen Edradour whisky distillery, der kleinsten Farmbrennerei in ganz Schottland. Der Durchsatz eines Jahres entspricht der Jahresproduktion von zum Beispiel Glenfiddich pro Woche. Bei dieser Größe kann man zwei Arten von Whiskys herstellen. Einen getorften (peated) und einen ungetorften (unpeated). Um den getorften Charakter eines Whiskeys zu kreieren, wird das Getreide in der Tat über Torf aus der Umgebung geräuchert und verleiht dem Produkt seinen unverwechselbare an Tabak erinnernde Note.

Ein erstklassiger Ort um Whisky zu kaufen ohne die Stadtgrenzen verlassen zu müssen und die ganze Bandbreite der schottischen Whiskeys zu erahnen besuchen Sie: Whisky & Wine an der North Bridge 17. Die Gin Auswahl ist übrigens auch beachtlich und überraschend. So hat der Edinburgh Gin eher eine süße und botanische Note. Eigentlich hatten wir ja erwartet dieser sei eher trocken und würzig, da in Schottland eigentlich Nichts „süß“ ist. Reisen bildet eben! Die Destillerie der Marke Edinburgh Gin ist auch ein Besuchermagnet und einen Abstecher wert. Ganz im Gegensatz zur früheren Yacht der Queen, der Royal Yacht Britannia. Völlig uncharmant und touristischer Nepp vom Feinsten. Zwanzig Pfund Eintritt, um das Schiff durch ein Einkaufszentrum zu betreten, das direkt vor der Britannia gebaut wurde. So ist es unmöglich einen Blick auf das Schiff zu werfen. Ein Zweckbau, hochgezogen von den gleichen Leuten, die das Schiff gekauft haben. Wir nehmen es in unsere Liste der Orte zum Vergessen auf.
Die beste Gegend zum Bummeln und Essen, Trinken und Shoppen ist der Stadtteil Stockbridge. Hier gibt es sorgfältig kuratierte kleinere Läden. Herausragend für den männlichen Kleiderschrank und die passenden Accessoires ist Dicks’s Edinburgh. Ebenfalls herauszuheben ist der Designer Kestin Hare, der skandinavischen Schick ins Schottische übersetz. Genossen haben wir die besten Zimtschnecken bei Söderbergs und hatten in einigen Pubs außergewöhnlich gut schmeckendes Craft-Bier um den Abend einzuläuten. Das beste Essen hatten wir Mittags, kurz bevor unser Heimflug anstand bei „The Scran & Scallie“ in der Comley Bank Road. Bodenständig, hausgemacht, modern angerichtet. Scran & Scallie ist der Ableger des The Kitchin, das von Tom Kitchin betrieben wird und mit einem Michelin-Stern dekoriert ist.

Alle Tipps und Orte, die wir besucht haben, finden Sie im Makers Bible EXPLORER. (Wenn Sie von handgefertigten Marken und Herstellern in Edinburgh wissen, die hier aufgeführt werden sollten – senden Sie uns bitte einige Informationen per E-Mail).

Lust und Zeit für ein weiteren Wochenendausflug? Unser Roadtrip nach Bassano del Grappa liefert Vorfreude und Reiselust.

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