Jeckybeng

Geh und scheiß in den Wald.

Jeckybeng Makers Bible

Moritz Lorenz ist der Kopf hinter Jeckybeng. Nach einer Weltreise bei der es sein Hauptziel war an den berühmten Spots zu surfen, die er in Surfmagazinen und auf Youtube gesehen hatte kehrte er zurück und lässt sich in Nürnberg nieder. Hier erfüllt er sich einen weiteren Traum. Seine eigene Bekleidungsmarke. Die Vision für Jeckybeng sollte von nachhaltiger Natur sein, seine Erfahrung und seinen urbanen Lebensraum widerspiegeln. Wie man auf seinem Blog sehen kann, schläft und kocht er echt draußen, surft auch im Winter, aber er ist weder ein Landei noch hat ihn eine der so genannten Outdoor-Ausrüstungen überzeugt.

Er wollte das Zeug selbst entwerfen, das er trägt. Heute, fast zehn Jahre später, ist er ein Experte für „natürliche“ Textilien, die einen geringeren Fußabdruck hinterlassen als die meisten anderen Marken. Zum Beispiel, indem er Textil-Pioniere in Entwicklungsphasen anspricht, bevor sie jemand ernst nimmt, und durch seinen eigenen Input in den Prozess einbringt.

Jeckybeng war eine sehr beachtete Marke auf dem Makers Bible Borderlands Stand auf der Outdoor_by_ISPO Messe. Eine sehr ermutigende Tatsache. Lesen Sie das Interview mit Moritz.

Jeckybeng

Makers Bible: Was ist dein Hintergrund?

Ich bin Grafikdesigner.

MB: Was hat Dich an der Modeindustrie interessiert?

Ich wollte schon immer eine eigene Marke haben. Meine eigenen Kleider. Design des Logos, der Verpackung, des Hängeetiketts. Erstellen der Grafiken. Ich erzähle meine eigene Geschichte. Fotografiere für meine eigene Marke. Kurz gesagt, etwas produzieren, meist von Hand, das sagt: „das bin ich“, es ist das, an was ich glaube.

MB: Wohin willst Du mit der Marke?

Im Moment konzentrieren wir uns auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wir denken, dass es dort einen guten Markt für urbane Outdoor-Ausrüstung gibt. Wir machen uns gerade einen Namen. Ansonsten geht es im Leben um Chancen, also mal sehen.

MB: Die Artikel, die Du produzierst, sind für eine lange Lebensdauer ausgelegt, wie definierst und implementierst Du dies im Produktprozess?

Wir arbeiten nur mit den besten natürlichen Materialien wie unserer wetterfesten Baumwolle, Merinowolle und Bio-Baumwolle. Dies sind von Natur aus langlebige Materialien. Zusammen mit dem taiwanesischen Gewebeexperten Hermin haben wir das Natural Laboratory Project ins Leben gerufen. Das Projekt untersucht die Wissenschaft der Bionik, um natürliche Merkmale und Phänomene auf textile Oberflächen zu übertragen, wobei der Schwerpunkt auf nachwachsenden Rohstoffen wie Baumwolle, Wolle, Leinen, Cellulose und Palmfasern liegt. Ziel ist es, die natürlichen Eigenschaften dieser Materialien hervorzuheben und sie mit den neuesten Web-, Garn- und Anlagentechnologien zu kombinieren. Die so entstandenen Stoffe sind eine natürliche Alternative zu modernen Kunststoffen und werden im Einklang mit der Umwelt hergestellt. Darüber hinaus produzieren wir in familiengeführten Fabriken, so dass wir direkt mit den Schneidern arbeiten können.

MB: Du betreibst einen sehr aktiven Outdoor-Blog, man sieht Dich im Winter beim Surfen, etc. Wie sehr inspiriert Dich das?

Es ist ein sehr wichtiger Faktor, um die Funktionsanforderungen unserer Outdoor-Ausrüstung zu verstehen. Eigentlich ist das Draußensein für mich eher wie einen „klaren Kopf kriegen“. Surfen, Wandern oder Snowboarden ist ein Reinigungsprozess. All das Chaos der Gedanken und Bilder in meinem Kopf gerät für eine Weile in Vergessenheit und dann komme ich fast magisch „sortiert“ heraus. Die meiste Inspiration kommt aus meinem täglichen Leben – mit Menschen reden, in einem Café sitzen, Kaffee trinken und die Menschen beobachten.

MB: Wohin geht die Reise mit Jeckybeng?

Erweiterung unserer Kollektion in andere Kategorien durch Kooperationen und Partnerschaften, die immer auf den urbanen Outdoor-Lebensstil zurückgreifen.

MB: Was sind innovative Elemente?

Wir verwenden nur natürliche Materialien und nutzen deren natürliche Funktionen. Dies hat bei der Entwicklung unseres Rucksacks neue Wege eingeschlagen. Diese Erkenntnisse wurden dann auf neue Jacken übertragen.

Jeckybeng

MB: Wie definierst Du die Zukunft und den Fortschritt der Marke?

Langsames Wachstum. Keine saisonalen Kollektionen. Zeitlose Produkte, die nie ausverkauft sind.

MB: Die Fertigung wird oft als „traditionell“ verstanden, aber sie muss sich entwickeln, oder? Wie machst Du die Marke fit für die nächsten Jahrzehnte?

Es wird immer ein Bedarf an handwerklichem Können, hoher Qualität, zeitlosem Design und Produkten mit einer Geschichte geben. Zum Beispiel: „glaube nicht an den Hype“, z.B. „Bio-Baumwolle“: Es nützt nichts wenn ein Produkt aus Organic Cotton besteht es aber qualitativ schlecht produziert wurde. Unser Ansatz der Nachhaltigkeit ist es, langlebige Produkte herzustellen.

MB: Der Schlüssel zum Erfolg im Unternehmen ist Ausdauer und Langlebigkeit. Wie siehst Du das und wie wendst Du es auf Deine Arbeit /Geschäft / Aktivitäten an?

Wir folgen keinen Hypes. Wir wollen die Lücke zwischen urban und outdoor schließen. Viele Menschen leben in Städten – und manchmal ruft die Natur: Sie spüren das Bedürfnis, in die Natur zu gehen. Aber warum tun sie das in einem übertriebenen Kleidungsstück aus Kunststoff und sehen aus, als würden sie mit der Natur kämpfen? Und warum solltest du eine Jacke für jeden Zweck besitzen? Meiner Meinung nach gibt es Designs und Funktionen, die allen Zwecken dienen, ob urban oder outdoor.

Lieben Dank an Moritz Lorenz / Jeckybeng

Begleiten Sie uns auf eine aufregende Reise durch die Dolomiten in brandneuen Bergstiefeln.

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