Die Herstellung der legendären
Mercedes-Benz G-Klasse

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Die Bücher der Makers Bible Reihe sind allesamt Manifesti for „quality, passion and craftsmanship“. Diese drei Attribute sind der Gradmesser, ob eine Marke Eingang in unsere Bücher und unseren Web-Blog findet, oder nicht. Als wir für unser Buch „Makers Bible – The Alps“ die Gelegenheit bekamen uns die Produktion der nun seit 40 Jahren produzierten G-Klasse anzuschauen, gingen wir auch auf die Suche, wie viel Alpine DNA in einer Mercedes-Benz „G-Klasse“ steckt.

Heute ist die Mercedes-Benz G-Klasse ein omnipräsentes Status-Symbol auf den prominenten Boulevards von Shanghai, Moskau, Monte Carlo, Dubai oder Los Angeles. Dennoch, das Gesamtkonzept ist immer noch das eines reinen Geländewagens.

Quality. Es gibt keinen Zweifel, dass jedes Produkt, welches einen Mercedes-Stern trägt, auch von herausragender Qualität ist. Dazu kommt: Daimler und Benz haben das Auto erfunden, noch dazu ist die Firma schwäbisch, und das steht irgendwie auch synonym für „Ingenieur“. Der „G“ ist preislich auch noch das Kronjuwel. Quality? Check!

Craftsmanship. (wir weichen kurz von der Reihenfolge ab und kommen zu Passion später) Es wurde uns gesagt, wir waren dort und wir haben es gesehen: Frauen und Männer setzen die Mercedes-Benz G-Klasse von Hand zusammen und setzen alle wesentlichen Teile von Hand ein. Klar gibt es Kräne, die dem Mensch die Arbeit leichter machen (und auch die Karosserien werden von Robotern lackiert) aber das Fahrzeug wird von Händen montiert und mindestens von vier Augen kontrolliert. Speziell das Leder-Interieur wird von Hand gefertigt, also der Teil, wo der Kunde das Auto berührt. Craftsmanship = Handarbeit? Check!

Aber es sind diese Augen – jetzt kommen wir zu Passion. Es ist die Leidenschaft, die man in den Augen der Mitarbeiter blitzen sieht. Routine, Konzentration und auch Selbstbewusstsein. Das gleiche leidenschaftliche Funkeln, wenn wir mit Mitarbeitern über das Produkt geredet haben. Die feinsten Materialien, die höchsten Standards, diese Arbeiter, wir nennen sie lieber ‚Crafter“ oder „Maker“ sind sichtbar stolz Teil der Legende zu sein. Passion? Check.

Wie viel Alpine DNA steckt in einer Mercedes-Benz G-Klasse?

Das schöne Graz –einfach mal im Explorer dieser Website Graz suchen– liegt am südöstlichen Alpenrand. Die schwäbischen Ingenieure und Manager, welche Mitte der 1970er Jahre das Projekt Geländewagen auf dem Tisch hatten, waren clever genug sich mit Allrad-experten zusammen zu tun, die mit dem „Haflinger“ und „Pinzgauer“ Allrad-Legenden gefertigt hatten: Steyr-Daimler-Puch, heute Magna in der Nähe von Graz. Seit 1976 wird die Mercedes-Benz G-Klasse in der Steiermark gefertigt.

Diese Mentalität hat die G-Klasse schon immer beeinflusst

Alpenbewohner haben eine andere Mentalität. Denn die Berge produzieren ein wesentlich raueres Klima als das Flachland. Hier verändern sich die Dinge oft von schlecht zu noch schlechter. Bergrutsch, Lawinen, Straßenverhältnisse, Nässe, Glatteis, Steigungen und Neigungen. Wer aus den Alpen kommt, der weiß das. Zu wissen, dass es immer noch schlimmer kommen kann, lässt einen bis zum Äußersten denken. Und so wurde auch die Mercedes-Benz G-Klasse bis zum Äußersten durchdacht. „Stärker als die Zeit“, sagt man bei Mercedes.

Die G-Klasse ist „Schöckl proved“

Es ist eher eine Fußnote, aber Wald- und Flur-Wege in Österreich haben eine Standard-Breite von 175 cm. Die erste G-Klasse kam in einer Breite von 170 cm. Am Wichtigsten ist allerdings das Prädikat „it’s Schöckl-proved“. Der Schöckl, oder besser am Schöckl ist das beinharte Test-Gelände für die G-Klasse auf dem jede Entwicklungsstufe oder neue Bauteile auf Herz und Nieren geprüft werden.

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Mercedes-Benz G-Class

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